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Besuch beim Elektro- und Lichthaus Knapp: Bürokratie bremst Mittelstand aus

Der Landtagskandidat Albrecht Stickel und der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz haben gemeinsam das Elektro- und Lichthaus Knapp in Leonberg besucht. Das traditionsreiche Familienunternehmen wird heute in dritter Generation von Stephan Knapp und Monika Fischer geführt, die den Gästen Einblicke in den betrieblichen Alltag und aktuelle Herausforderungen gaben. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und bedient sowohl Privatkunden als auch gewerbliche und kommunale Auftraggeber. Das Leistungsspektrum reicht von Elektrotechnik über Sicherheitstechnik bis hin zu Lichtkonzepten – von kleineren Projekten bis zu größeren Bauvorhaben. Als engagierter Ausbildungsbetrieb leistet das Elektro- und Lichthaus Knapp zudem einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die zunehmende Bürokratiebelastung, die insbesondere kleine und mittelständische Betriebe treffe. „Die Bürokratie in Deutschland ist auf große Industrieunternehmen ausgerichtet, umgesetzt werden muss sie aber von kleinen und kleinsten Betrieben – oft mit erheblichem finanziellen und personellen Aufwand“, erläuterte Stephan Knapp. Gerade bei kommunalen Aufträgen seien die Anforderungen besonders hoch. Deutschland sei hier europaweit Spitzenreiter, was viele Unternehmen ausbremse.

Auch die Rolle Europas wurde intensiv diskutiert. Bundestagsabgeordneter Marc Biadacz betonte: „Die deutsche Wirtschaft ist darauf angewiesen, wie stark Europa ist. Die EU ist einzentraler Faktor für wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit.“ Albrecht Stickel ergänzte: „Für die CDU ist Europa nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.“ Gleichzeitig brauche es mehr europäische Eigenständigkeit, etwa bei digitaler Infrastruktur, Software und Datensicherheit, um Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren.

Ein weiteres zentrales Thema war die Fachkräftesicherung. Neben der Schwierigkeit, Auszubildende zu finden, berichteten die Unternehmer davon, dass Betriebe heute weit über die fachliche Ausbildung hinaus gefordert seien. „Unternehmen müssen zunehmend auch erziehen, motivieren und grundlegende Alltagskompetenzen vermitteln“, so Knapp.

Stickel und Biadacz dankten allen Beteiligten für die offenen Gespräche und die praxisnahen Impulse, die ihnen wichtige Orientierung für ihre Arbeit in den Parlamenten geben.

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